Donnerstag, 14. Februar 2013

Der Mann mit dem langen Atem

Gestern hätte der berühmteste Bass-Sänger des 20. Jahrhunderts seinen 140sten Geburtstag gefeiert: Fjodor Schaljapin. Fans der Ballets Russes kennen ihn durch zwei Ereignisse.

Schaljapin am Klavier 1922, Foto: Arnold Genthe
Mit ihm fing alles an. Sergej Diaghilew wollte in Paris zunächst gar kein Ballett inszenieren, sondern Opern. Für die Premiere im Jahr 1908 hatte er, bereits damals äußerst geschäftstüchtig, den Weltstar Fjodor Schaljapin in der Hauptrolle engagiert. Zur Aufführung kam die Oper Boris Godunov - fortan die Paraderolle Schaljapins. Weniger bekannt ist dagegen eine recht einseitige Romanze: Eine junge Balletttänzerin hatte sich unsterblich in den viel älteren Schaljapin verliebt und schrieb später in ihren Memoiren ganz rührend darüber. Die verliebte junge Frau wurde später gefeierte Choreografin bei den Ballets Russes - es handelte sich um niemand anderen als Vaslav Nijinskys Schwester Bronja.
Fjodor Schaljapin wird auch in einem später erscheinenden Buchprojekt von mir eine Rolle spielen. Er besuchte nämlich wie so viele Berühmtheiten Baden-Baden. Und von diesem Aufenthalt hat mir jemand eine wunderbare Anekdote anvertraut, die bisher nie veröffentlicht wurde.

Weiterer Lesestoff zum Sänger:
Kurzbiografie mit Original-Filmaufnahme
Artikel von mir über die Oper Boris Godunov mit Plattentipp und Original-Tonaufnahme

Was hat "Der Name der Rose" mit Schaljapin zu tun?

 

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