Mittwoch, 29. Februar 2012

Vaslav Nijinsky in Köln

Weil ich in Frankreich lebe, entgeht mir meist eines der größten Vergnügen, die es für Autorinnen und Autoren gibt: das eigene Buch in einer Buchhandlung zu entdecken. Das ist immer der Moment, in dem einem bewusst wird, dass aus einem Text im Kopf, einem virtuellen Text im Computer, tatsächlich ein echtes Buch geworden ist, welches Menschen kaufen können. Dank Internet sind die Entfernungen geschrumpft und so bekam ich von Burkhard Schirdewahn von der Kölner Bunt Buchhandlung Ehrenfeld ein Foto geschickt, das mir das Herz aufgehen ließ!

Die Buchhandlung macht ihrem Namen alle Ehre, so farbenfroh, licht und weit wirkt sie, dass sich darin sicher nicht nur Schreibblockaden, sondern auch alle Leserlaunen kurieren lassen. Was soll ich sagen - ich habe nur über beide Backen gegrinst und mich wie verrückt gefreut, mein Buch "Faszination Nijinsky. Annäherung an einen Mythos" so passend und geschmackvoll eingeordnet zu sehen. Umgeben von Ballets-Russes-Blau und die "Gay Lives" gleich daneben - wenn das kein Plätzchen für Vaslav Nijinsky und Sergej Diaghilew ist!

"Faszination Nijinsky" in der Kölner Bunt Buchhandlung Ehrenfeld

Ich schlage vor, die Fans stürmen jetzt gleich mal die Buchhandlung:
BUNT Buchhandlung Ehrenfeld
Venloer Strasse 338
50823 Köln
Denn wer mir eine Adresse zukommen lässt, der bekommt das Buch "fernsigniert". Das heißt, ich signiere auf einem eigens angefertigten Nijinsky-Aufkleber, den man sich ins Buch kleben kann. Damit sparen sich meine Leserinnen und Leser die enormen Portokosten zwischen Frankreich und anderen Ländern.
Andere Buchhändler, die mir ein Foto vom Buch im Laden senden (bitte unter 2 MB), werden ebenfalls in diesem und im Blog über Vaslav Nijinsky erwähnt.

Freitag, 10. Februar 2012

"Ergänzung zu Pina"

Ich muss einfach mal wieder meinem fantastischen Publikum danken, das mein Buch "Faszination Nijinsky. Annäherung an einen Mythos" entdeckt und liest, obwohl es in kaum einem Buchladen ausliegen dürfte. Mit Freude stelle ich fest, dass es heute bei Amazon Platz 19 unter allen Ballettbüchern erreicht hat - das hätte ich mir beim Schreiben nie träumen lassen.
Im Teatr Wielki in Warschau machte Nijinsky als Kleinkind seine ersten Tanzschritte (Foto: Gabi Eder  / pixelio.de)

Bei der Gelegenheit habe ich auch neue Rezensionen entdeckt, bei denen mir ganz warm ums Herz wird. Dass mein Buch nun aber auch noch von P. Kopf in einem Atemzug mit Wim Wenders "Pina" genannt wird, macht mich sprachlos:
"Nachdem ich mir gerade den Film "Pina" angesehen hatte, war dieses Buch wie eine Ergänzung. Petra van Cronenburg versteht es wunderbar, aus Worten Bewegung zu zaubern und uns in die Welt des Tanzes, in die Anfänge des Ausdruckstanzes zu führen.
Das Buch vermittelt klare Bilder, zeigt sich wie ein Film dem inneren Auge und man würde sehr gerne noch weiter "gucken".
Hier noch ein paar Ausschnitte aus anderen Rezensionen von Leserinnen und Lesern:
"... wie gerne hätte ich mehr von Frau Cronenburg über Nijinsky gelesen. Frau Cronenburg schafft es, die Welt um ihn wieder aufstehen zu lassen. Sie nimmt einen mit, und gerade deswegen dachte ich oft beim Lesen: nein, halt, nicht schon weitergehen in der Zeit, laß uns noch etwas verweilen, erzähl mir noch mehr, mach noch ein paar Lampen mehr an auf dieser Bühne." (Chräcker)

"Cronenburg schaffte es, diese Faszination auch in mir zu wecken. Ein Teil des Buches beinhaltet die (literarische) Darstellung seiner mitunter skandalösen, aber immer revolutionären Tänze.
Das vermag sie mit soviel Poesie und Sinnlichkeit zu beschreiben, dass man gebannt den Atem anhält. ... Beim Lesen fühlt man sich als Zeitreisender, wünscht sich, nur an einem einzigen dieser Diners teilnehmen zu dürfen, die im "Freundeskreis um die Ballett Russes" stattfanden." (Mrs Lefroy) 

Montag, 6. Februar 2012

Filmtipp: Ballets Russes

 In meinem Buch "Faszination Nijinsky" kommen auch einige Filme vor - historische innerhalb der Geschichte, moderne habe ich zur Recherche benutzt. Einen Film davon will ich heute empfehlen: die Dokumentation "Ballets Russes" von Geller / Goldfine aus dem Jahr 2005. Der Film ist auch bei deutschen Onlinehändlern noch als DVD zu haben*.

Grandios an dieser Doku ist nicht nur der filmische, absolut faszinierende Einblick in die berühmten Ballets Russes, die 1909 gegründet wurden. Geller / Goldfine besuchten ein Jubiläumstreffen aller noch lebenden Tänzer, lassen sie von damals erzählen und zeigen Ausschnitte aus ihrem jetzigen Leben. Einige sind noch vor dem ersten Weltkrieg geboren, viele im hohen Alter erstaunlich beweglich oder aktiv als Ballettlehrer. Damit ist diese Dokumentation nicht nur ein wichtiges Filmzeugnis und ein wunderbarer Ballettfilm geworden, sondern auch ein unverbrauchter Blick auf ein würdevolles Altern, auf die Schönheit des Alters - und auf die Kraft, die Künstler aus ihrer Berufung ziehen, die auch nach einer offiziellen Bühnenkarriere nie richtig aufhören können. Kritiken dazu bei Rotten Tomatoes.

* Geller / Goldfine haben auch eine Doku über Isadora Duncan gedreht, die Nijinsky ja persönlich kannte - ich erzähle in meinem Buch die Geschichte, wie sie ein Kind von ihm haben wollte ... Leider gelangte dieser Film nicht als DVD in den Verkauf.
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