Dienstag, 14. Juni 2011

Valerij Gergiev

Tanz ist plötzlich wieder ein Thema im Fernsehen, jedenfalls bei ARTE und 3sat. Zum Tanz braucht es natürlich auch die richtige Musik...
Gestern saß ich voller Spannung vor einer ARTE-Doku über den weltberühmten Dirigenten Valerij Gergiev, der "nebenbei" auch noch jede Menge anderer Funktionen ausübt - er ist nämlich der Chef des Marijnski-Theaters in Sankt Petersburg. Freunde der Ballets Russes erinnern sich: In diesem legendären Theater erhielt Vaslav Nijinsky seine Ausbildung, hier schöpfte Sergej Diaghilew die künftigen Berühmtheiten seiner Truppe ab.

Im vergangenen Jahr habe ich Valerij Gergiev und das Orchester des Marijnski zum ersten Mal live erleben dürfen, ausgerechnet noch mit der einstigen Diaghilew-Premieren-Musik der Oper Boris Godunov - und ich war hin und weg. Die Dokumentation machte den Mann hinter dem Taktstock lebendig und menschlich, sie zeichnete ihn als hochsensiblen Künstler, perfektionistischen Dirigenten und musikbesessenen Worcoholic im besten Sinne - untermalt von wunderbaren Probeaufnahmen zu Strawinskys Le Sacre du Printemps. Natürlich kam die Geschichte und Kultur des Marijnsky dabei nicht zu kurz.
Die Doku ist hier online sieben Tage zu sehen, sie wird auch in ein paar Tagen zu unmöglich nachtschlafender Zeit wiederholt.

Wer danach noch nicht genug hat: Valerij Gergiev stellt bei den diesjährigen Sommerfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden die drei Preisträger des legendären Tschaikowsky-Wettbewerbs vor.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...