Montag, 18. April 2011

Ein Geheimnis wird gelüftet

Das Manuskript des Nijinsky-Buchs wird derzeit für die Druckerei fein gemacht - dort soll es nämlich nach Ostern landen.

Nun ist die Sache offiziell:
Das Nijinsky-Buch wird 128 Seiten haben und als Hardcover im Format 12,5 x 20,5 (B x H) in der Edition Octopus von Monsenstein & Vannerdat erscheinen. Das Cover wird sehr blau sein ... Das Buch hat eine farbige Abbildung und 21 Schwarz-Weiß-Fotos. Es wird etwa 16 Euro kosten - die genaue Kalkulation kann ich jedoch erst machen, wenn ich die genaue Seitenzahl vor mir habe.

Den Titel kann ich noch nicht verraten, weil ich das (geldsparende) Risiko eingegangen bin, keinen Titelschutz beantragt zu haben - und der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen. Aber natürlich wird er ganz exklusiv hier im Blog bekannt gegeben, sobald die Anmeldungen durch sind.

Ein Geheimnis kann ich zu diesem Zeitpunkt jedoch endlich lüften.
Regelmäßige Leser meines Hauptblogs werden sich vielleicht an den Artikel "Das Achterbahn-Komplott" erinnern, in dem ich die unwahrscheinlichen "Unfälle" beschrieben habe, die mein Manuskript von der Idee zur druckfertigen Fassung begleiteten. Es sah mehrmals so aus, als würde aus diesem Text nie ein Buch werden - bis mich ein sehr bedeutungsvoller Abend auf eine Idee brachte. An diesem "Petersburger" Abend wurde die Idee geboren, neben dem Text über Nijinsky etwas in Büchern dieser Art völlig Unübliches zu wagen - nämlich mit Fachleuten zu plaudern, die Faszinierendes zu erzählen haben.

Und weil alle so herrlich mitgefiebert haben, verrate ich jetzt auch, wer die beiden Menschen sind, die sich so großzügig und offen an Gesprächen zum Buch beteiligt haben: Der Ballettdirektor und Chefchoreograf Ralf Rossa von der Oper Halle, der selbst ein grandioses Nijinsky-Ballett inszeniert hat (Video rechts im Blog) - und der Kurator Dr. Michael Braunsteiner vom Museum für Gegenwartskunst im Stift Admont, der Teile der weltberühmten Prinzhorn-Sammlung nach Österreich gebracht hatte.

Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg feiert übrigens von Mai bis August mit der Sonderausstellung "Von Kirchner bis heute" ihr zehnjähriges Bestehen als Museum und den 125. Geburtstag Prinzhorns, der sich mit seinem Buch "Die Bildnerei der Geisteskranken" einen Namen machte und in Verbindung mit Nijinskys erster Klinik stand. Ich erinnere: Von Nijinsky gibt es einen größeren Fundus an Zeichnungen, der zuletzt in der Hamburger Kunsthalle zu sehen war.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal ganz herzlich der wunderbaren Presseabteilung der Oper Halle danken, die nicht nur vorbildliche Arbeit leistet, sondern selbst alte Journalistenhasen mit ihrer Schnelligkeit und Hilfsbereitschaft überraschen kann. Übrigens kamen beide Kontakte via Social Media zustande, bevor sie auf "old fashioned" Menschen-Kommunikation verlegt wurden.

Kommentare:

Frank Peters hat gesagt…

Interessant wird es sein, wie das Marketing nach der Veroeffentlichung sein wird. Nach der Arbeit ist vor der Arbeit?

PvC hat gesagt…

Stimmt, wenn ein Buch gedruckt ist, will es verkauft werden, und wenn es nicht im Laden liegt, will es sichtbar gemacht werden.
Dieses Blog wird natürlich weiter bestückt. Außerdem gibt's mich bald bei Facebook, obwohl ich das nicht mag, aber allein wegen der Kontakte fürs nächste Projekt ist das nicht ohne.
Ich freue mich natürlich über jeden Opernshop, der das Buch aufnehmen möchte und habe noch einige andere Ideen. Aber spricht man über so etwas laut? ;-)

Anna hat gesagt…

Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch! Nijinsky beeindruckt auch heute noch. Meines Wissens hatte er einen großen Einfluss z.B. auf John Neumeier.

PvC hat gesagt…

Das motiviert mich, danke!
Und ja, das stimmt. John Neumeier ist weltweit der größte Sammler von allem, was Nijinsky betrifft, seien es dessen eigenen Kunstwerke oder Schriften oder Kunstwerke anderer (irgendwann soll wohl ein Museum entstehen). Und natürlich hat das seine choreografische Arbeit beeinflusst (Nijinsky-Ballett und mehr).

Ich selbst war überrascht bei meinen Recherchen, wie viele Filme, Theaterstücke und auch Ballette sich immer wieder auf Nijinsky beziehen. Ich hatte dann das Vergnügen, Ralf Rossas Nijinsky-Ballett zu sehen (Video rechts im Menu) und da passierte mir, was mir selten passiert: Yann Revazov in der Hauptrolle ist so intensiv, dass ich Gänsehaut bekam!

Ich muss jetzt noch die Osterpause abwarten und hoffe, dass das Drucken danach zügig klappt.

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